Kontaktaufnahme

Beschreibung

Das Süd-Süd-Nord Wissensnnetzwerk für nachhaltige Entwicklung - IKN - ist ein integriertes Entwicklungsvorhaben zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in strukturschwachen ländlichen Regionen in Ländern des Südens. Es ist einer transdisziplinären und international kooperativen Arbeitsweise verpflichtet.

Willkommen im IKN-Network

Gegenstand des integrierten Ansatzes sind die Untersuchung von Voraussetzungen und die Entwicklung von Maßnahmen zu Capacity Development in den Kooperationsländern des Netzwerkes.

Im Kontext des Projektes wird Capacity Development dabei verstanden als partnerschaftlicher, auf Nachhaltigkeit und Subsidiarität, d.h. Hilfe zur Selbsthilfe gerichteter Prozess von Wissensgenerierung und Wissensaustausch auf Gegenseitigkeit.

Regionsspezifische endogene Ressourcen sollen identifizierbar werden und im internationalen wissenschaftlichen Austausch für die Lösung regionaler Probleme Anwendung finden. Es sind in einer kontinuierlichen Kommunikation gemeinsame Inhalte auf der Grundlage der thematischen Schwerpunkte und die sich aus ihnen ergebenden Forschungsfragen zu erkennen und partnerschaftlich zu bearbeiten.

Capacity Building ist in diesem Kontext von einer die Disziplinen übergreifenden Forschungs- und Wissenschaftsdimension umschlossen und auf Ausbildungs-, Anwendungs- und Netzwerkbildung gerichtet.Bei unserem integrierten Entwicklungsvorhaben gehen wir nicht davon aus, dass eine bestimmte Technologie die beste Lösung bringt, sondern analysieren die Probleme vor Ort und wählen dann mit den MultiplikatorInnen und der örtlichen Bevölkerung die technologischen Lösungen aus.

Die Herangehensweise ist also eine problemorientierte und keine technikorientierte und richtet sich an der Nachfrage und den endogenen Ressourcen vor Ort aus. Wir arbeiten transdisziplinär, interdisziplinär zwischen den Sozialwissenschaften und den Technik-/ Naturwissenschaften und intradisziplinär zwischen Wissenschaftlern und Praktikern. Die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden nicht nur in Richtung der Länder des Südens wirken, sondern auch in Richtung hochentwickelter westeuropäischer Industrieländer als Entwicklung und Erweiterung kultureller Kompetenz für das angemessene Verständnis globaler Prozesse.

Es ist in diesem Zusammenhang beabsichtigt, die in dieser wissenschaftlichen Kooperation gewonnenen Erkenntnisse u.a. in Form modularisierter Studieninhalte auch in die naturwissenschaftlich - technischen Studiengänge an der TU Berlin zu vermitteln.

Geschichte

Nach einer Idee von Dr. Anthony Etienne, ein haitianischer Dozent an der TU Berlin, ist im Jahre 2000 in Zusammenarbeit mit Studierenden, in Kooperation mit NRO-Vertretern aus Haiti und Nicaragua und Vertretern aus Kuba ein Multiplikatorenprojekt entworfen worden, um ländliche Regionen in der Karibik, besonders in Nicaragua und Haiti mit Energie zu versorgen. Nach den Regeln des Project Cycle Management (PCM) der EU wurde ein Konzept für die Durchführung entwickelt.

Nach dem Tod von Dr. Etienne in 2001 ist das Vorhaben unter der Leitung des Professors für Soziologie, Werner Siebel dann als Studienprojekt mit Studierenden aus den Ländern des Südens und Europas in Berlin und Brandenburg an der Technischen Universität Berlin weiter geführt worden. Im Sommersemester 2002 wurde in einem interdisziplinären Seminar mit 28 Studierenden aus technischen, naturwissenschaftlichen sowie sozial - und erziehungswissenschaftlichen Studiengängen, darunter auch 15 Studierende aus dem Ausland ( Südamerika, Afrika, Asien, Osteuropa) beschäftigte sich mit der kulturellen Bedingtheit von technischer, ökonomischer und sozialer Entwicklung und bereitete die Studienreise nach Kuba vor. Im Frühjahr 2003 wurde die Studienreise zu unserem Kooperationspartner, an die Universität Sancti Spiritus durchgeführt.

Als Ergebnis der Reise wurde gemeinsam beschlossen, das ursprüngliche Vorhaben - eines kleinen NGO-Projektes zur Ausbildung von MultiplikatorInnen aus Haiti und Nicaragua - zu erweitern und es in einem größeren Rahmen, als Süd-Süd-Nord Wissensnetzwerk für nachhaltige Entwickung - IKN - zu konzipieren und aufzubauen.

Aktivitäten

2011

  • 2 Workshops in der TU Berlin für die Benutzung der Wissensplattform des IKNs (22.&24.09.2011)
  • Veranstaltung zur internationalen Kooperation mit Kuba, am 20.09.2011, in der TU Berlin (Thema: Wandel in Kuba – Perspektiven für die internationale akademische Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung) Referenten: Dr. Stefan Wolf, TU Berlin, Prof. Dr. Osvaldo Romero, UNISS Kuba
  • Aufbau der Wissensplattform des IKN

2010

  • Aufenthalt Stefan Wolf in Kuba und gemeinsame Aktivitäten zur Berufsbildung Erneuerbare Energien vor Ort
  • Vortrag 24.06.10 in der TU-Berlin: „Nachhaltigkeit und politisch-ökonomische Situation in Kuba“, Referent: Prof. Dr. Felipe Penton (Universität Sancti Spiritus, Kuba)

2009

2008

  • Projektwerkstatt TU Berlin

2007

  • Projektwerkstatt TU Berlin
  • Fact Finding Mission in die Mongolei: ExpertInnen des IKN
  • Forschungsteilprojekt „Aktivierende Bildungsmaßnahmen zu Erneuerbaren Energien in peripheren ländlichen Regionen“ in der Lausitz, Brandenburg, gefördert vom BMU, Abschlussbericht Teilprojekt: Uta Döring
  • Aufbaustudium „Umweltmanagement in Großstädten“ Universität Buenos Aires: Anja Mocker (Beginn: März 2007)

2006

  • Projektwerkstatt TU Berlin
  • Aufenthalt Stefan Wolf in Kuba und gemeinsame Aktivitäten zur Berufsbildung Erneuerbare Energien vor Ort
  • Diplomarbeit zu Nachhaltiger Stadtteilentwicklung: Mocker, Anja (2006): Ein Bürgerzentrum als „Verstärker von Sozialenergie“ in Villa Lugano, Buenos Aires, Argentinien - Verbesserung der Lebensbedingungen durch projektgesteuerte Maßnahmen“, TU-Berlin
  • Beginn Austausch: brasilianische und afrikanische DoktorantInnen (z.B. Egerton-Universität/Nzula Kitaka, Michael Hartmann/Mozambique) in Deutschland eingebunden ins akademische Programm zu regenerativen Energien/umweltpolitische nachhaltigkeitsförderliche entwicklungstheoretische + praktische Maßnahmen (Landwirtschaft/Wasser/Stadt- und Regionalplanung/reg. Energien
  • Aufenthalt Peter Schmuck in Indonesien
  • Teilnahme und Mitorganisation der ARCA-Net-Sommerschule (27.08.06 - 09.09.06) in Berlin
  • Einladung von Guido García (Kuba) nach Berlin zum Ausbau der IKN-Kommunikationsplattform
  • Fact Finding Mission in die Mongolei: Michael Bock, Enkhtuul und Werner Siebel

2005

  • Projektwerkstatt TU Berlin
  • Studienpraktikum von Barbara Krabbe in Kuba in Kooperation mit der Hanns-Böckler-Stiftung in der Fortsetzung von Beate Dippmars Arbeit zu Berufsbildung in Nachhaltigen Erneuerbaren Energien
  • Teilnahme und Mitorganisation der „International Alumni SummerSchool“ des ARCA-Net in Berlin (22.08.05 - 03.09.05)
  • Zukunftswerkstatt des IKNs auf der Sommerschule des ACRA-Net (01.&02.09.2005)
  • Diplomarbeit zu Organisation und Kommunikation: Jacobs, Jan (2005): Kommunikation und Kooperation in einem Internationalen Wissensnetzwerk. Analyse, theoretische Fundierung und technische Unterstützung, TU-Berlin
    Inhalt: Beschreibung des IKN und seiner gegenwärtigen Kommunikation. Analyse des IKN in Hinblick auf Funktionen, Bedingungen und Möglichkeiten der Kommunikation. Vertrauen. Kommunikationstheorie. Diskussion aller Medien für den Einsatz im IKN. Konzeption einer Internetplattform.

2004

  • Gründung des Süd-Süd-Nord Kooperationsnetzwerkes (Kuba, Nicaragua, Haití, Ostafrika, Deutschland, Österreich, Italien und Spanien) zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in ländlichen Gebieten
  • Gründung des „Europäisches Forschungs- und Ausbildungszentrum zur Förderung nachhaltiger Entwicklung“ in der Arbeitsstelle AGLIK (Prof. Siebel)
  • Fact Finding Mission in Venezuela (20.03.2004 bis 07.04.2004): unter Leitung von Werner Siebel, Koordination Stefan Wolf
    Vorhaben: Integriertes Entwicklungsvorhaben zur Förderung nachhaltiger ländlicher Entwicklung in den karibischen Ländern Lateinamerikas und in Ländern Ostafrikas;
    Ziel: Aufbau des „Internationalen Forschungs- und Ausbildungsnetzwerkes“ (IFAN) der Arbeitsstelle für Globales Lernen und Internationale Kooperation am Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung der Technischen Universität Berlin;
    Maßnahme: Krisenprävention und Konfliktlösung, Intensivierung des Dialoges in der Hochschulzusammenarbeit
  • Forschungsaufenthalt in Kuba: Beate Dippmar und Barbara Krabbe mit dem Thema Berufsbildung
  • Konferenzteilnahme an der „Renewable 2004“ in Deutschland: Osmel, Osvaldo Romero (Kuba), Max Paul (Haiti)
  • Austauschstudium in Chile: Jan Jacobs

2003

Kooperationen / Zusammenarbeit

Universitäten

  • Technische Universität Berlin, Deutschland (TU-Berlin)
  • Universidad de Sancti Spiritus, Cuba (UNISS)
  • Universidad Autónoma de Chinandega, Nicaragua
  • Universidad Nacional de Costa Rica, Meastria de Estudios Latinamericanos
  • University of Management and Communication (UMC Potsdam)

Organisationen

Vereine

  • AgEnt e.V. - Agentur an europäischen Universitäten für die Vernetzung nachhaltiger Entwicklungsprojekte
  • En Buenas Manos e.V. mit dem Praxisprojekt: "El Pan Alegre - Das Fröhliche Brot" (seit 2004)

Länder

China:

  • Peking, Landwirtschafts-Universität, Prof.Yonggong

Costa Rica:

  • Patricia Sanchez, Anabelle Contreras

Guinea:

  • Jacky Talonto

Haiti:

  • Centre Caraïbéen pour la Non-Violence Globale et le Développement Durable, Max Paul
  • KMU, Energie Renovable, Lesly Dumont

Kenya:

  • Egerton University, Kitaka Nzula

Kuba:

Mongolei:

  • Mongolisch-Deutsche Brücke (Brücke e.V.), Bathmung
  • Genossenschaftsverband, Enkthuul

Sudan:

  • Ahmed Khalil

Venezuela:

  • INDER, Provinz Barinas, Viacheslav Silva: Ländliche Entwicklung, Regionalentwicklung
  • CORBATUR, Provinz Barinas, Isabel Muir: Nachhaltiger Tourismus
  • Fundo Santa Marta: Ländliche Entwicklung, Praxispartner



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